Landstreicher - Wandern mit dem Pferd

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Gut drauf !
Leben außerhalb
der Norm.
Denk mal darüber
nach.



Über die Landstreicher

Keinem Menschen gehorsam, abhängig nur von Wetter und Jahreszeit, kein Ziel vor sich, kein Dach über sich, nichts besitzend und allen Zufällen offen, führen die Heimatlosen ihr kindliches und tapferes, ihr ärmliches und starkes Leben.
Sie sind die Söhne Adams, des aus dem Paradies Vertriebenen, und sind die Brüder der unschuldigen Tiere.
Aus der Hand des Himmels nehmen sie Stunde um Stunde, was ihnen gegeben wird: Sonne, Regen, Nebel, Schnee, Wärme und Kälte, Wohlsein und Not. Es gibt für sie keine Zeit, keine Geschichte, kein Streben, und nicht jenen seltsamen Götzen der Entwicklung und des „Fortschritts“, an den die Hausbesitzer so verzweifelt glauben.
Ein Vagabund kann roh und zart sein, kunstfertig oder tölpisch, tapfer oder scheu, immer aber ist er im Herzen ein Kind, immer lebt er am ersten Welt-Tage, vor Anfang aller Geschichte, immer wird sein Leben von wenigen einfachen Trieben geleitet. Er kann tief in sich wissen, wie gebrechlich und vergänglich alles Leben ist, und wie arm und angstvoll alles Lebendige sein bisschen warmes Blut durch das Eis der Welträume trägt, oder er kann bloß kindisch und gierig den Befehlen seines armen Magens folgen, – immer ist er der Gegensatz und
Todfeind des Besitzenden und Sesshaften, der ihn hasst, verachtet und fürchtet, denn er will nicht an all das erinnert werden: nicht an die Flüchtigkeit alles Seins, an das beständige Hinwelken alles Lebens, an den unerbittlichen eisigen Tod, der rund um uns das Weltall erfüllt.

Hermann Hesse
Quo vadis
Wohin ich gehe? Dahin wo es mir gefällt. Heute bin ich hier und morgen schon wieder ganz woanders.
Alles zu Fuß, frei von gesellschaftlichen und materiellen Zwängen.
Ich bin nicht wichtig, aber ich bin, das ist wichtig. Die Zeit streicht durch mich, so wie ich durch das Land streiche.
Die Radien der Kreise die ich ziehe bestimmt niemand anders als ich selbst. Sie sind luftig und frisch, weitläufig und ausschweifend. Mal katapultieren sie mich steil nach oben und dann reißen sie mich wieder im Sturzflug in die Tiefe. Manchmal gehen sie ins Unendliche und dann werden sie wieder so klein, dass es mich um meine eigene Achse zwirbelt bis es mir schwindelig wird.
Doch jeder Tag ist eine Überraschung, ein neues Erlebnis, ein neues Abenteuer.
Allgegenwärtig hier draußen ist auch der Tod. Ohne ihn wäre ich eine unendliche Geschichte. Durch ihn finde ich den Mut zu sein.
In kalten Nächten sitzen wir am Feuer und haben gute Gespräche, dann wieder laufen wir gemeinsam
des Weges umgeben vom Zauber der Natur im Licht der Sonne.
Immer riecht es in meiner Umgebung angenehm nach fröhlichem Leben, nie riecht es nach alter Angst.
Ich genieße den frischen Wind, wie er mir um die Nase weht, liebe die Gerüche, die Düfte, die Stimmen, die er mir aus der Ferne bringt. Ich atme, ich lebe.
Es geht mir gut auf diesem einzigartigen Planeten, aber was machen wir aus ihm in der Zukunft?

Norbert Wolff Baron

Und du, wohin gehst du?
Komm doch einfach mal mit!

Lebenserfahrung
Aus dem Leben eines Taugenichts
In Anlehnung an die gleichnamige Novelle des Romantikers Joseph von Eichendorff.
Die Geschichte eines Träumers  der sein Leben und seine Abenteuer abseits von Mainstream, Trends und  gesellschaftlichen Abhängigkeiten selbst definiert. Mit  Rückblick auf die neun Wochen Tour im Spätsommer und Herbst 2016, habe  ich meine Eindrücke und Gedanken in diesem ersten Video verarbeitet.
Geplant  war eine Reise nach Frankreich in die Pyrenäen. Die Tour habe ich kurz  vor Grenoble abgebrochen, da das Maultier im Verkehr nicht die nötige  Wesensstärke hatte und somit zu einer Gefahr wurde.



Weltanschauung der Romantik
Die  Romantik lehnte die Wirklichkeit des ausgehenden 18. und beginnenden  19. Jh. radikal ab. Sie sah die Gesellschaft geprägt vom Gewinnstreben  und vom bloßen Nützlichkeitsdenken des beginnenden industriellen  Zeitalters. Den aufblühenden Naturwissenschaften warfen die Romantiker  vor, sie würden alles mit dem Verstand erklären, alles auf seine  Nützlichkeit, Verwertbarkeit untersuchen und keine Geheimnisse mehr  lassen. Der bürgerliche Alltag erschien den Romantikern als grau, ohne  Abwechslung, „prosaisch“, beherrscht vom eintönigen bürgerlichen  Berufsleben.
Die  Romantik glaubte an die Macht des Ahnens, Schauens, der Intuition,  pries das Reich der Phantasie und des Traums,  sie begeisterten sich  für die Schönheit und Wildheit der Natur.
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